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Kuan Nai-chung

Maestro Kuan wurde in eine Familie von Musikern geboren. Sein Vater,  Kuan Tzu-hsiang, war ein in China sehr bekannter Violinist. Schon in seiner Kindheit hat Kuan durch ihn eine musikalische Ausbildung auf hoechstem Niveau erhalten, wie auch durch einen sehr guten Freund der Familie, den deutschen Pianisten Professor Gupuk.

Danach begann er seine Laufbahn als Dirigent und Komponist bei der Oriental Song and Dance Troup of China. 1979 uebersiedelte Kuan nach Hong Kong, wo er als Musikdirektor von 1986 bis 1990 mit dem Hong Kong Chinese Orchestra zusammenarbeitete. Im Laufe seiner Karriere hat Kuan fast alle traditionellen chinesischen Orchester und Symphonieorchester in China dirigiert und Tontraeger mit dem China Broadcasting Traditional Orchestra, dem China National Traditional Orchestra, dem China Traditional Orchestra Shanghai, dem Hong Kong Chamber Symphony Orchestra, dem Symphony Orchestra of Taiwan, dem Chinese Traditional Orchestra Singapore sowie mit vielen anderen Orchestern aufgenommen.

In seiner Zeit als Musikdirektor des Hong Kong Chinese Orchestra hat Kuan seinen speziellen Schwerpunkt darauf gelegt, in seinen kuenstlerischen Ideen eine Balance zwischen
klassischer und zeitgenoessischer, zwischen ernster Musik und Volksmusik, zwischen traditioneller chinesischer und westlicher Musik zu erreichen. Er erforschte kontinuierlich die verschiedenen Arten der Darstellungsformen und verbesserte und verstärkte damit die Vorstellungstechnik und die Ausdruckskraft des Orchesters immer weiter.

Neben seiner Taetigkeit als Dirigent ist Maestro Kuan auch ein sehr bekannter Komponist. Zu den Werken, die er im Lauf seiner Karriere geschaffen hat zaehlen: 3 symphonische Arbeiten, 16 Concertos, 15 Werke fuer das gesamte Orchester, 2 Tanz-Dramas, 3 symphonische Chorstuecke, sowie verschiedene Adaptationen mit klassischer und Volksmusik, Tanzmusik, Filmmusik...
 
Viele von Kuans fruehen Werken beschaeftigen sich mit wirklichkeitsnahen Themen, wie etwa: Trip to Lhasa (Eine Reise nach Lhasa), How Do You Know about the Traditional Chinese Instruments and Music (Wie lernt man die traditionelle chinesische Musik und ihre Instrumente kennen), etc.. Spaeter wandte er sich der Erforschung der Vielfalt der Musikformen und der orchestralen Ausdrucksmoeglichkeiten zu, mit repraesentativen Werken wie den Suiten Meaning of Taoist Priest Baishi's Words (Die Bedeutung der Worte des taoistischen Priesters Baishi) und Impression on Mountainous Region (Eindruecke aus einer Gebirgsregion); danach beschaeftigte er sich mit dem reinen musikalischen Ausdruck und komponierte Road (Die Strasse) und The Second Symphony (Die Zweite Symphonie).
Im Jahr 1994 ging Kuan nach Canada. Seine Zusammenarbeit mit Orchestern in Festland-China, Hong Kong und Taiwan setzt er fort. In den vergangenen Jahren komponierte und arrangierte Maestro Kuan fortgesetzt Werke in verschiedenen musikalischen Formen, wie etwa den symphonischen Chor The Love of Gaoxiong, das Violinkonzert Northern Feelings (Gefuehle des Nordens), The Third Symphony (Die Dritte Symphonie), 10 Volkslieder aus Xinjiang, Small Cello Concerto (Kleines Cellokonzert), das symphonische Musikvideo Peacock (Pfau), piano and traditional Chinese music orchestra Folk Song (Volkslied mit Piano und traditionellem chinesischen Musikorchester), Piano Concerto No.5 und Year of the Dragon---New Century (Jahr des Drachen – Das neue Jahrhundert). Im Laufe seiner Karriere hat er 35 Alben aufgenommen.