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China Broadcasting Traditional Orchestra


Seit seiner Gründung im Jahre 1953 gehört das traditionelle chinesische Rundfunkorchester zu den zwei nationalen ältesten, erfolgreichsten und einflussreichsten Orchestern der traditionellen Musik in China. Chefdirigent des Orchesters ist Pang Kapang.

Ziel und Aufgabe des Orchesters ist in der Tradition seines ersten Dirigenten Peng Xiuwen, einem inzwischen verstorbenen Meister der traditionellen Musik, die Weiterführung und Entwicklung dieser Musikrichtung. Das Instrumentarium des Orchesters umfasst auf der Grundlage der Volksmusik verschiedener Nationalitäten  Chinas zahlreiche unterschiedliche traditionelle Streich-, Zupf-, Blas- und Schlaginstrumente wie das Yangqin  (Hackbrett), das Ruanxian (drei- oder viersaitiges Zupfinstrument), die Violinschlüssel-Sheng (Mondorgel), die Altschlüssel-Lusheng (Blasinstrument aus Bambusrohr) sowie Bassschlüssel-Saiteninstrumente.

Einen Schwerpunkt der gespielten Werke bilden die klassische chinesische Musik sowie die nationale Volksmusik. Zum regelmäßigen Repertoire gehören jedoch auch Werke alter chinesischer Dynastien wie die Hofmusik der Qing-Dynastie (1644 – 1911), Musik aus den verschiedenen Landesteilen Chinas (Kanton, Chaozhou, Yangtse), die Blas- und Schlagmusik aus Ost-Zhejiang und der Provinz Hebei sowie die Trommelmusik aus Xi´an und Jiangzhou in der Provinz Shanxi. Darüber hinaus beherrscht das Orchester die Musik unterschiedlicher ethnischer Gruppen wie der Uiguren sowie der Miao-, Dong- und Tujia perfekt.

Um die gesamte Bandbreite der Weltmusikkultur komplett zu machen, hat das Orchester Werke chinesischer Opernmusik, zeitgenössische chinesische Kompositionen sowie Werke europäischer und amerikanischer Komponisten von der Klassik bis zur Moderne in sein Programm aufgenommen wie Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“, die „Carmen“-Suite“ von George Bizet und die „Ungarischen Rhapsodien“ von Franz von Liszt, „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgskij bis hin zur „Ouvertüre Candide“ von Leonard Bernstein.